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Luisa Francia
Die Sprache der Traumzeit Kunst und Magie
Inhalt:
Die Sprache der Traumzeit
Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen
Der Atem des Universums
Über die Kunst zur Magie
Der Kuß der Musen
Zeichen setzen
Die Ästhetik der Vernichtung
Mythos Qualität
Der Ausschluß der Frauen aus der Kunst
Auf der Spur der Traumzeit
Traumzeithüllen
Das Geheimnis der Handtasch
Altäre im Alltag
Traumkraft und Materie
Die Kunst des Rituals
Stoffwechsel
Mein wunderbarer Alltag
Wirklichkeitswahrnehmung
Künstlerinnen
Bücher, die mich inspiriert haben
Fäden spinnen
„Es regnete in Strömen, und wer einmal bei widerlichem Wetter mit dem Auto aus London herausgefahren ist, weiß, wieviel Überwindung das kostet. Aber ich wollte unbedingt ins Museum of Modern Art in Oxford, wo es eine Louise Bourgeois-Ausstellung gab. Dafür nahm ich Regen, Linksverkehr, Stau und schlechte Laune in Kauf. Und ich wurde auf unerwartete Weise belohnt. Ich war in dem Augenblick die einzige Besucherin, und die achtjährige Tochter des Museumsleiters langweilte sich. Also fragte sie mich, ob sie mir die Ausstellung erklären sollte. Na klar – so ein wunderbares Angebot gibt es nicht alle Tage. Ernsthaft und heiter zugleich führte sie mich von einem Bild zum nächsten: Schau mal, da ist ein Vogel eingesperrt. (Thompson Street) Ob die Frau fliegen kann? (Bosom Lady) Das ist mein Lieblingsbild! (Ste. Sebastienne)
Wir setzten uns unter eine riesige Spinnenkultur, die einen ganzen Raum einnahm. Du mußt vor der Spinne keine Angst haben, sagte das Mädchen. Ich verriet ihr nicht, daß ich Spinnen liebe. Spinnen sind klug, sagte sie. Sie werfen ihre Kinder aus dem Nest, und dann können die Spinnenkinder sofort spinnen.
Ich beneidete dieses Mädchen, das sich aus Bildern und Skulpturen eine eigene magische Realität aufbauen konnte. Der Katalog der Ausstellung erinnert mich noch heute an ihren Kunstunterricht.“
Bestellen:
info@verlag-frauenoffensive.de
2002 -
mit farb. Abb. -
160 S. -
€ D 14,90
/ € A 15,40
/ sFr. 25,90
- ISBN 3-88104-350-0
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