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Anita Heiliger - / Eva -K. Hack/ZIF (Hg.)
Vater um jeden Preis? Zum Weiterlesen: Für Mütter und Kinder entstehen aus der gegenwärtigen Verfaßtheit und Praxis des Sorge- und Umgangsrechts oftmals höchst problematische Folgen, vor allem dann, wenn Väter körperliche, sexualisierte und/oder psychische Gewalt ausüben. Die Mutter wird – oft durch Ausnutzung von Machtpositionen und finanzieller Abhängigkeit – dazu gebracht, ihr Kind zu verraten. Sie wird gezwungen, durch eigenes Handeln ihrem Kind den Schutz vor Schaden und die notwendige emotionale Sicherheit zu entziehen. >br Folgen dieser Zerstörung des Grundvertrauens von Kindern zu ihrer Hauptbindungsperson sind z.T. schwere Traumatisierungen der Kinder wie ihrer Mütter. Die Ergebnisse der Bindungsforschung zur Bedeutung dieses Grundvertrauens werden ignoriert, im Gegenteil zur »Bindungstoleranz« umdefiniert, nach der eine Mutter ihre Erziehungsfähigkeit nur dadurch unter Beweis stellen könne, daß sie ihr Kind gegen dessen Willen und gegen ihre eigene Überzeugung einem Vater ausliefert, der dem Kind nachweislich Schaden zufügt. Dies wird mit fragwürdigen Theorien, z.B. dem PAS (Parental Alienation Syndrome), untermauert. Mit der Behauptung, der Kontakt zum Vater diene unter allen Umständen dem Kindeswohl, wird der Umgang mit dem Vater legitimiert und durchgesetzt, auch wenn alle Fakten dagegen sprechen. Wie kritikwürdig und untragbar diese Situation ist, wissen alle, die mit den konkreten Fällen zu tun haben.
Januar 2008 -
408 S. -
€ D 19,90
/ € A 20,50
/ sFr. 35,90
- ISBN 978-3-88104-381-6 |